Dienstag, 18. Dezember 2012

Upcycling: Weihnachtsbäumchen


Für unsere Weihnachtsdeko im Wohnzimmer wollte ich etwas schlichtes, ruhiges, das einen Blickpunkt in den Fenstern bildet ohne sich aufzudrängen.
Und günstig sollte es auch sein, denn ich finde es fürchterlich für so was wie Dekokram viel Geld auszugeben.

Durch Zufall, beim Aufräumen der Küchenschubladen, kam mir dann eine Idee. Butterbrotpapier ist doch ein unschlagbares Material!


Tannenbäumchen aus Butterbrotpapier!

Gebastelt habe ich die Dinger schon Ende November, aber irgendwie fehlte mir immer die Zeit sie zu verbloggen...

Ich hab mal eine Anleitung gebastelt, als Tischdeko für Weihnachten sind die Dinger bestimmt auch nett und die Materialien hat man eigentlich immer im Haus.Wenn ein Erwachsener bei der Heißklebe (Teufelszeug!) hilft, könnte das auch was für größere Kinder sin.




Du brauchst für ein Bäumchen:


  • 5 Kreise aus Butterbrotpapier in den Durchmessern 11,5cm, 17cm, 21cm, 23cm und 26cm
  • 2 Plastikbecher oder etwas anderes, das du als Stamm verwenden möchtest
  • eine Garnrolle (vorzugsweise leer oder in einer Farbe, die du nie brauchst)
  • einen Holzstab von ca. 32cm Länge
  • Heißklebe, Schere

So geht's: 


 

Den Holzstab im Loch der Garnrolle festkleben. Das wird das Gerüst für den Baum.


So soll das ganze aussehen.



Jetzt faltest du alle Kreise 4x zur Hälfte. Also von so...


...nach so:

In die Spitzen (außer beim kleinsten Kreis von 11,5cm!) schneidest du nun ein  klitzekleines Loch, dadurch werden die Baumetagen später auf den Holzstab gesteckt.

Etagenweise werden nun mit viel Heißklebe und Fummelei die Baumetagen am Holzstab befestigt.


Zwischen den Etagen immer etwas Platz lassen, damit der Baum auch in die Höhe wächst.




Sieht alles noch etwas zerdötscht aus, aber das lässt sich hinterher gut in Form biegen.

Als letztes kommt die Spitze, in die du hoffentlich kein Loch geschnitten hast. Falls doch kann man mit Heißklebe fast alles retten. Wieder Klebe in die Mitte geben und oben auf der Spitze des Holzstabs befestigen.



Eigentlich könnte der Baum jetzt so bleiben. Um ihn bei uns ins Fenster zu stellen, stimmten aber die Proportionen nicht, deswegen bekam unser Baum einen auch irgendwie nicht so ganz proportionalen Stamm.
Das Material dafür war wieder so ein Küchen-Aufräum-Fund:
Plastikbecher, die kein Mensch braucht.

Ich hab einfach zwei davon (der Stabilität halber) aufeinander gesteckt und die Garnrolle mit dem Bäumchen mit Heißklebe darauf geklebt.
Das Riffelmuster der Becher könnte man sogar als minimalistische Rindenstruktur interpretieren. ;)


Jetzt noch zurecht zupfen und ab auf den Weihnachtstisch oder sonst wo hin.
In unserem Fall ins Fenster zum Riesenbambi (Proportionen könnten auch ein Thema dieses Beitrags sein...)



Dank des Stamms sieht man die Bäumchen sogar von draußen. Und durch das halbtransparente Butterbrotpapier scheint das Licht ganz hübsch durch die Baumetagen. Alles in allem ein Umsonst-Projekt, das so hübsch ist, das ich jetzt schon darüber nachdenke, wie die Bäumchen den Rest des Jahres im Keller gut überstehen.
Viel Spaß beim Nachbasteln!



Kommentare:

  1. Butterbrot-, Backpapier und Sandwichtüten sind spannendes Ausgangsmaterial.Weihnachtsbaum, Schneeflocken und im Sommer dann als Fallschirm-material für die kleinen Spielfiguren...
    liebe Grüsse
    Natalie

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  2. Es gibt im Editor das Symbol mit dem zerteilten Papier (eher auf der rechten Seite zu finden). Beim Darüberfahren erscheint "Jump Break".
    LG
    Natascha

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    1. Super, danke. Ich glaube, es hat sogar funktioniert. :)

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  3. Sehr süß ... Bambi passt supertoll dazu :)

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