Freitag, 28. Juni 2013

Freitagsblümchen: Rittersporn und ich




Rittersporn und ich sind irgendwie keine Freunde.
Dabei  finde ich ihn wunderschön, eigentlich sogar eine der schönsten blauen Gartenpflanzen.
Ich hab's schon hundertmal versucht, aber er mag mich nicht.
In unserem ersten Gärtchen in einem schattigen Hinterhof (nicht so ganz der ideale Standort- ich gebe es zu) fraßen ihn die Schnecken.

Letztes Jahr haben wir versucht ihn selbst aus Samen zu ziehen, von ca. 100 Samen sind zwei über das Keimlingsstadium hinaus gekommen. Aber ich bin hartnäckig geblieben.

Jetzt steht die gekaufte Variante hier in sonniger geschützter Lage, also eigentlich ideal. Letzten Sommer hat er zögerlich geblüht, von den von mir erträumte dichten Horsten mit blauen Kerzen war aber nicht viel zu sehen. Auch die Nachblüte blieb trotz Rückschnitt aus. Dieses Jahr kam er nur spärlich wieder, wir hatten ihn eigentlich schon aufgegeben.
Glorreicherweise habe ich dann beim Werkeln im Beet einen der zwei zarten Triebe umgetreten, das wurde also auch nix.

Eine Kerze hat es dann bis zur Blüte geschafft.
Dann kam ein Unwetter und hat sie abgeknickt.


Irgendwie soll das wohl nicht sein mit mir und dem Rittersporn.
Die abgeknickte Kerze hat der Liebste für mich gerettet und jetzt blüht sie in unserem Bad. In einer alten Wasserflasche aus dem schönsten Retrokino das ich kenne.

Bei Lidl gab es dann kürzlich Stauden im Angebot, ratet mal was ich da gekauft habe.

Wie immer freitags sammelt Helga eure Blumenbilder. Meine Variante kommt heute mal so richtig aus dem echten Leben mit Kurmel im Bad und einer Menge Frustrationserfahrung. Irgendwann wird der aber auch bei mir wachsen - ich schwöre.

Mittwoch, 26. Juni 2013

Mamasein - 4 Monate


Mützchen zurecht rücken, Schnuller geben, wickeln, stillen.
Vier Monate mache ich das nun. Natürlich nicht alleine, sondern stets mit dem treuen Liebsten an der Seite und einem Menge familiärem Support im Hintergrund.


Und mein Leben ist so anders geworden.
Was habe ich früher Langeweile und Leerlauf gehabt. Wie oft habe ich mir Projekte krampfhaft gesucht um mich zu beschäftigen und meine Zeit zu füllen.

Jetzt läuft das etwas anders.
Aber auch ich bin anders geworden.
Nicht, dass mir die Mutterschaft die große Erleuchtung gebracht hätte oder mich zu einem neuen Menschen gemacht hätte.
Nö.


Ich bin immer noch ich selbst, aber trotzdem ein bisschen anders.
Müder manchmal, aber viel belastbarer.
Früher war ich nach nur sechs Stunden Schlaf und einem langen Schulttag tot, heute läuft der Laden auch nach Minischlafintermezzos mehr oder weniger.

Ich bin entspannter und zufriedener auch wenn der Babyalltag nicht immer ein Zuckerschlecken ist.
Ich bin viel offener geworden, heute habe ich zu anderen Mädels Kontakt mit denen mich früher nix verbunden hätte, Kinder bringen da ganz schön was zusammen.

Ich versuche viel weniger einem Ideal hinterherzurennen, sondern bin viel mehr ich. Das Zwergenkind wird nicht "perfekt" oder regelkonform großgezogen, sondern so wie es sich für uns richtig anfühlt.
Und zum ersten Mal in meinem Leben habe ich damit kein Problem. Vielleicht weil es nicht um mich direkt geht und ich ihr Perfektionismus ersparen möchte.
Und weil ich nicht mehr so viel Zeit zum Nachdenken und Zergrübeln habe. Ich mache einfach und irgendwie läuft es.


Neben dem Kinderglücksgefühl, das ich mit ihr empfinde, ist das Schönste zu sehen wie andere mit ihr interagieren.
Den Liebsten plötzlich als Vater zu sehen, wie er mit ihr auf dem Sofa einpennt, damit ich mal eine  freie Stunde habe.
Die Oma, die begeistert Kindersachen strickt, sich aber vor jedem kleinen Kreischer fürchtet.
Meine Schwester, die Babyflüsterin, die mit ruhigem und sicheren Griff das Kreischmonster halten kann.
Unsere italienische Perle, die ihr sizilianische Schlaflieder vorsingt und sie wiegt, damit ich schnell frühstücken kann.
Die beste Freundin, die mit ihrem eigenen dicken Babybauch sich als Babysitter anbietet, damit wir mal alleine loskönnen.

Und alle die einfach da sind, wenn wir mal ein paar zusätzliche Arme zum Tragen und Trösten brauchen oder mir ein Mittagessen kochen, weil das Zwergenkind sich grad nicht ablegen lässt und ich zuhause nicht zum Essen komme.

Ohne Kind hätte ich das so nie erfahren.

Dienstag, 25. Juni 2013

Upcycling: Sommer Schriftzug



Irgendwie mag es hier nicht so richtig Sommer werden. Wir hatten bisher ein, zwei klebrig heiße Tage, an denen man kaum vor die Tür wollte und sonst mehrheitlich Schmuddelwetter.

Vielleicht lässt sich der Sommer ja mit ein bisschen Schnickschnack locken?
Deswegen habe ich fürs Wohnzimmer ein bisschen was gebastelt.
Einen Schriftzug aus Papierresten und Laminierfolie.



So einfach, dass man das auch mit einem grad anstrengendem Zwergenkind hinbekommt.

Buchstaben in DIN-A4-Größe ausdrucken und dann bekleben. Fürs S und ein M habe ich Schnipsel in Blautönen verwendet, das O ist eine aufgeschnittene güldene Kaffeepackung, das andere M ein alter Hefter aus blauem Manilakarton und das R ist Teil einer Tortenspitzenverpackung.

Nach dem Bekleben für die Stabilität laminieren, aufhänden und fertig ist der Instant-Wandschmuck.


Einfacher geht's nicht. 

Nina sammelt heute zum letzten Mal vor der Sommerpause eure Upcycling-Beiträge.
Erde und Geldbeutel freuen sich, wenn ihr mitmacht.
Und beim Creadienstag gibt es Menge weiterer guter Ideen zu bestaunen.

Mittwoch, 19. Juni 2013

Auf dem Land

Vergangenes Wochenende haben wir meine Schwester besucht.
Zusammen mit ihrem Mann renovieren beide ein Haus im tiefsten Sauerland.

Absolute Großbaustelle.

Aber schön war's trotzdem.

Lieblingsblümchen neben unserem Bett.


Lagerfeuer bei Nacht (da haben wir eine Menge altes Holz verbrannt) und blauer Himmel.


Ein glückliches Zwergenkind unterm Apfelbaum, das zufrieden mit sich selbst redet.


Ausblick ins Grüne.

Schön war's.

Dienstag, 18. Juni 2013

Upcycling: Laufstallauflage


Für den frisch reparierten Laufstall musste eine neue Auflage her, Entchen gehen gar nicht.
Außerdem war die alte Auflage superdünn, da lag das Baby quasi direkt auf dem Holz des Bodens.

Gerettet hat uns da eine alte Matratze aus dem Kinderbett.
Regulär verwendet werden konnte diese eh nicht mehr, da ich den Bezug zu heiß gewaschen habe und die Matratze sich nun nach oben wölbt. Schön zum Rollen üben (ganz großes Thema grad), aber doof zum pennen.

Also hat der Liebste mit unserem einzigen scharfen Küchenmesser den Schaumstoff der Matratze halbiert und daraus zwei halbe Sechsecke zugeschnitten mit denen wir den Boden des Laustalls ausgelegt haben. Darüber kam dann die alte Entchenauflage, sie hält die Matratze an ihrem Platz.
Das Küchenmesser ist jezt allerdings nur noch semischarf, Schaumstoff ist da wohl nicht so toll für...

Aus dem eingelaufenen Matratzenbezug und ein paar Stoffresten habe ich dann die oben zu sehende Auflage genäht.
Hier sieht man den Zuschnitt.


Hat nix gekostet und uns davor bewahrt die alte Matratze entsorgen zu müssen. Upcycling wie es sich gehört.

Nina sammelt wie immer dienstags alle Upcycling-Beiträge.
Erde und Geldbeutel freuen sich, wenn ihr mitmacht.
Und beim Creadienstag gibt es Menge weiterer guter Ideen zu bestaunen.



Montag, 17. Juni 2013

Mixit: Blasses Doppelpack


Zwergenkind und ich glänzen mit typisch nordeuropäischer Komplexion. Also, blass, blass, blass.
Früher, als ich jünger war, habe ich meine Blässe gepflegt und die Sonne gemieden wo es ging. Auch heute noch vertrage ich richtiges "Braten" nicht und werde auch nicht richtig braun, sondern nur so ganz leicht goldbraun.

Manchmal allerdings nervt mich meine Blässe: Man sieht jeden Augenschatten (und davon habe ich aktuell einige!) und meine Beine sind wirklich superblass, da dort beim Spazierengehen kaum Sonne hinkommt.

Die hellen Farben dieses Outifts unterstreichen das ganze noch, man könnte sagen Ton-in-Ton...
Aber immerhin passen wir farblich ganz gut zusammen. ;)
Und außer meinen Schuhen und der Uhr ist alles secondhand.

Mintfarbenes Top -  secondhand (H&M)
grauer Leinenrock -  secondhand (Zara)
Uhr - Swatch (Ja, ich bin ein Kind der 90er!)
Punkte-Haarband - Halstuch secondhand
Schuhe - Rieker
Hut vom Zwergenkind - secondhand

Tragetuch - Didymos' Rosalinde auch secondhand

Mehr schöne Outfits gibt es wie immer montags bei Zickimicki.

Freitag, 14. Juni 2013

Freitagsblümchen: Einfache Pfingstrosen



In unserem Garten blüht es endlich und so gibt's hier jetzt öfters Blumen zu sehen.
Diesmal hat es unsere Pfingstrose in die Vase geschafft.
Bei uns im Garten wachsen ingesamt vier Pfingstrosen, eine sogar mit Adelstitel (Duchesse de Nemour), blühen tut aber bis jetzt nur eine ganz einfache ungefüllte Pfingstrose.
Die haben wir schon seit fünf Jahren, sie war eine der ersten Blumen in unserem schattigen Hinterhofgarten in der alten Wohnung.


So richtig geblüht hat sie dann zum ersten Mal hier. Pfingstrosen brauchen gerne mal ein paar Jahre bis sie sich eingewachsen haben und blühen. Daher können wir wohl auf unsere anderen Pfingstrosen noch ein bischen warten. Bis dahin mag ich aber unsere schlichte pinke Variante sehr.


Besonders schön ist der Wandel von der prallen leuchtenden Knopse zur zarten, fast durchsichtigen Blüte im Verblühen.

Und dass ich sie für 3€ vom Grabbeltisch im Pflanzenmarkt gerettet habe, macht sie gleich noch charmanter.

 Wie immer freitags sammelt Helga eure Blumenbilder. Heute bin ich auch mal dabei.

Donnerstag, 13. Juni 2013

Repariert: Laufstall


Mit knapp vier Monaten ist das Zwergenkind aus seinem wunderschönen Stubenwagen rausgewachsen.
Wenn sie die Arme ausstreckt, hängt sie völlig im Geflecht und verheddert sich da gerne mal.
Da kommt sie wohl auf ihren Vater heraus, von mir hat sie diesen Riesenwuchs jedenfalls nicht.

Also musste ein Laufstall her. Gebraucht, aus den Kleinanzeigen und mit nicht mal 30€ ein echtes Schnäppchen.
Nach dem Zusammenbauen wussten wir auch warum, denn die Verbindungsstellen waren nicht ganz so stabil.


Schön doof, wenn man das Teil hin und her schieben möchte...
Aber ansonsten war das gute Stück top in Ordung und kann sicher noch ein paar Kindergenerationen aushalten.

Mit ein paar Kabelbindern ließ sich das Problem schnell und dezent lösen.


Ein Aufwand von fünf Minuten. Kabelbinder sind meine Freunde.
Und für die Entchenauflage habe ich mir auch eine hübsche Alternative ausgedacht, die gibt's dann Dienstag.

Zeug gibt's schon genug auf der Welt.
Was repariert ihr so ansatt es wegzuschmeißen? Erzählt mal!

Mittwoch, 12. Juni 2013

Babykram



Wie wohl alle werdenen Eltern haben wir uns vor der Geburt des Zwergenkinds viel Gedanken gemacht, was man denn so braucht.

Babyshopping ist vermutlich eine der einfachsten Formen die Vorfreude zu genießen.

Jetzt, nach fast vier Monaten mit dem Zwergenkind, hat sich einiges bewährt und anderes revidiert.

Weil ich mir immer gewünscht habe ohne ideologischen Überbau mal gesammelt Erfahrungen anderer Eltern zu lesen, schreibe ich nun mal auf, wie und was bei uns so läuft.
Vielleicht habt ihr Lust eure Erfahrungen zu ergänzen.

Vorweg: Ich hab keine Ahnung wie groß die Kaufkraft werdender Eltern ist, aber ich kann definitv sagen, dass da ein enormer Markt vorhanden sein muss. Unsere Erfahrungen konzentrieren sich auf ein paar Schwerpunkte:
  • So wenig Kram wie nötig
  • alltagstauglich und unkompliziert
  • günstig
  • baby- und umweltfreundlich
Damit das ganze übersichtlicher wird, mache ich zu verschiedenen Bereichen (Schlafen, Klamotten usw.) eigene Beiträge.

Montag, 3. Juni 2013

Mixit: Lilablau

Diese Woche gibt es wieder eine Kombi mit Baby.
Quasi eine Abwandlung vom Outfit von letzter Woche.

Strickjacke, Schhe und Tragetuch sind gleich, der Rest ist anders.

Strickjacke -  H&M Kinderabteilung
blaues Shirt -
Rock - Secondhand
Strumpfi - Hema
blaue Strümpfe - Hema
Schuhe - Rieker

Tragetuch - Bebina von mir umgefärbt