Donnerstag, 31. Oktober 2013

Heimatfront: Küchengardinen


Dass unsere Küche schwierig ist, habe ich ja schon ein paar Mal erzählt.
Nachdem wir sie nun ultramarinblau gestrichen haben, standen weitere Veränderungen an. So ein Projekt hört ja nie mit einer neuen Wandfarbe auf.
Ein Sache, die geändert werden musste, waren die Vorhänge.

Im Käfiglampenpost sieht man auf dem zweiten Foto noch die Vorgänger; ein blaukarierter Kirschenstoff, der mal eine Bettwäsche war.
Leider ein bisschen zu fein gemustert um auf Distanz zu wirken.
Und dann hat jemand im grünen Forum Bettwäsche mit Scherenschnittmotiv verschenkt.
Da hab ich sofort zugeschlagen, denn das passte perfekt in meine Vision von der Märchenküche.

Beim Nähen war der Stoff etwas zickig (Microfaser halt), aber das Ergebnis gefällt mir supergut.


Der achtlos herumliegende Kürbis auf der Fensterbank gibt dem Post dann noch den passenden Halloweentouch. Beim nächsten Mal räume ich vorher auf.

In der Küche ist aber noch mehr passiert. Mehr von dieser Baustelle dann nächste Woche.

Dienstag, 29. Oktober 2013

Upcycling: Käfiglampe


Mit Lampen habe ich es ja ein bisschen.
Für die neue blaue Küche mussten ein paar kleine Lampen her um das dunkle Blau abends gemütlich zu machen.
Die Ikeaplastiklampe ist schon ziemlich alt und stammt noch aus Studizeiten als ich identische Nachttischlampen wollte und keine Lust zum großen Suchen hatte.

Aber schön ist sie ja nun nicht gerade und so fristeten die beiden Nachttischlampen seit dem letzten Umzug ein Dasein im Keller.
Der Vogelkäfig sollte eigentlich eine Deckenlampe werden, aber irgendwie kam dann eins zum anderen.
Mit etwas dottergelber Farbe (das Etikett sagt Narzissengelb, aber die sind m.E. heller) wurde aus dem romantischen weißen Vogelkäfig (fehlte quasi nur die Kunstblumengirlande) und der ollen Nachttischlampe ein netter Hingucker und Lichtspender für die Küche.


Die Küchenbuchstaben sind ürbigens wieder hohe Laminierkunst. Seit dem Referdariat weiß  ich die Freuden der Laminiermaschine sehr  zu schätzen. ;)

Und so sieht aus, wenn sie leuchtet:


Nina sammelt heute wieder eure Upcycling-Beiträge.
Erde und Geldbeutel freuen sich, wenn ihr mitmacht.
Und beim Creadienstag gibt es Menge weiterer guter Ideen zu bestaunen.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Aus alten Büchern: Gelb, Weiß und ein bisschen Braun





Aus meinem Lieblingswohnbuch habe ich ja schon mal was gezeigt.
Jetzt kommt ein weiteres Sahnstückchen von für mich immer noch interessanter 70er-Einrichtungskunst. Ein bisschen Farbgefühl wird dabei auch noch trainiert...

Die Grundlage ist ja schonmal schick und ewig aktuell: Ein schöner Altbau mit unbehandelten (?) Dielen und alten Türen. Ist hier jemand der das nicht nehmen würde? Kann ich mir nicht vorstellen.
Dazu ein schönes altes Sofa mit weißem Bezug (nicht familientauglich - wir haben es probiert!) und ein moderner Tisch mit Schwingstühlen und einer alte Petroleumlampe. Der Mix aus Alt und Neu, wie er so ziemlich in jeder Saison in irgendeiner Wohnzeitschrift vorgeschlagen wird, ist also auch nichts gerade Innovatives.

Die linke Variante gefällt mir deutlich besser - hell, klar und gemütlich trotz so viel Weiß. Und Gelb ist sowieso grad groß in Mode. Schon mal festgestellt, dass seit ein paar Jahren Senfgelb in jeder H&M-Home-Herbstkollektion auftaucht? Früher war das so eine richtige Oma-70er-Albtraumtapetenfarbe und nu? Alles kommt wieder...

Die rechte Variante ist dann aber sehr 70er. Die Idee mir dem braunen Sockel ist an sich gar nicht schlecht, aber die geschwungene Ausführung über die Tür hinweg ist irgendwie ziemlich schräg. Und die gelbe Tür dazu. Naja, muss nicht sein, schon gar nicht direkt neben diesem, mit Verlaub, doch eher unschöne Assoziationen weckenden Braun. Und dann der gestrichene Heizkörper! Yeah! Und irgendwann mag man die Farbe nicht mehr und darf den ganzen Mist mühselig neu streichen (Schon mal Heizkörper lackiert? Heimwerkerhölle!).

Wollt ihr noch mehr davon? Ich hätte da noch einen knallroten Lackfußboden, Herzchen und eine dem Alkohol sehr zugetane Dame. Alles in einem Zimmer.

Dienstag, 22. Oktober 2013

Pilztag

Pilzesuchen hat in meiner Familie Tradition. Meine Mutter schleppte früher körbeweise Pilze (und Blau- und Preiselbeeren) aus dem bayrischen Wald, wo wir immer Urlaub machten als ich klein war.
Über die Jahre hat sie sich da eine Menge Fachwissen angeeignet und so sammelt sie nicht nur die klassischen Pilze wie Maronen und Co, sondern auch ungewöhnlichere Sorten wie Ritterlinge oder Judasohr . Einmal, so erzählt meine Mutter, hat sich im Urlaub im Bayrischen Wald eine Bäuerin bekreuzigt als sie den Korb mit der Pilzbeute meiner Mutter sah, so sehr muss sie die bunte Auswahl beänstigt haben. Aber wir haben es immer überlebt und gern gegessen. An ein Essen mit selbstgesuchten Wildpilzen kommt nämlich keine Champignonpfanne ran.

Aber hier im Ruhrgebeit wächst sowas eher selten. (Wobei ich schon an der Trasse vor unserer Haustür Schopftintlinge gefunden habe - Leider auch eine beliebter Hundepinkelort...)
Weil das Wetter in den letzten Wochen so schön war und ich gerne mehr über Pilze lernen möchte, sind wir einen Morgen ganz früh an den Rand des Ruhrgebiets gefahren in ein schönes Stück Mischwald, in dem wir schon zu Kinderzeiten Pilze und Esskastanien gesammelt haben.

Ab mit Oma und Opa ins Gebüsch.

 Mit dem Zwerg auf dem Rücken ging's ins Unterholz durch dichte Brombeerhecken.




Aber der Einsatz hat sich gelohnt!




Der Vormittag ist so dahin geplätschert und nach ein paar Stunden hatten wir zwei Körbe voller Maronen, Frauentäublinge und Parasolpilzen.


Schön war's! Fürs nächtes Jahr planen wir eine Exkursion mti einem Pilzguru vom Nabu im Sauerland.
Wär doch schade, wenn das Wissen um die Pilze bei uns ausstirbt.
Übrigens, wusstet ihr das Pilze weder Pflanze noch Tier sind, sondern eigentlich eine ganz eigene Art von Lebewesen bilden?

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Konsumdiät



















Ich hab eine Menge Zeug. Ein bisschen liegt's wohl an meinen Genen oder meiner Sozialisation, denn meine Mutter hat eine große Liebe für schöne Dinge und die habe ich wohl von ihr geerbt.
Aber die Wohnung meiner Mutter ist auch voll mit Kram. Da gibt es gefühlte 100 verschiedene Tischdecken, diverse Services und so viel Kleidung, dass sie mir problemlos in der Schwangerschaft fünf Kleider von ihr schenken konnte ohne diese zu vermissen.

Und so soll's laufen:

Ich versuche bis Ende des Jahres auf alle Einkäufe von Neuwaren zu verzichten, die sich nicht selbst aufbrauchen. Gebraucht kaufen ist ok, wird aber hier im Blog protokolliert.
Durch das Protokollieren möchte ich im Auge behalten, was ich so alles kaufe um dann später zu sehen, was davon dauerhaft genutzt wird.
Absolut notwendige Neukäufe sind ok (vor allem bei Babykram, denn da brauche ich schon mal was kurzfristig und habe keine Zeit zum Suchen), aber dann muss auch wirklich eine Notwendigkeit bestehen, die sich nicht durch Alternativen (Gebraucht kaufen, leihen o.ä.) umgehen lässt.

Monatlich veröffentlich ich hier eine Zusammenfassung was ich warum gekauft habe und berichte wie ich so mit der Konsumdiät klar komme.

Und ihr?
Kauft ihr nach Lust und Laune ein, habt ihr Wunschlisten oder macht ihr's ganz anders?

Montag, 14. Oktober 2013

Mixit: Blasse Schottin



Diese Woche habe ich wieder ein Alltags-Mama-Outfit frisch vorm Babyschwimmen für Birgits Mixit.
Und wieder mit Trödelladenkram:

Starring - Der Schottenrock.

Als ich ihn fand war er wadenlang und ziemlich unförmig. Aber das Material!
Wunderschöne reine weiche Wolle in Top-Zustand. Und die blassen Farben passten perfekt in meinen Kleiderschrank.
Obenrum wird er mit Schnallen geschlossen und eine typische Kiltnadel sorgt dafür, dass der Rock beim Gehen nicht aufklappt.

Ich hab ihn dann radikal gekürzt und nun ist er einer meiner liebsten Herbst/Winter-Röcke.

Schottenrock: Secondhand
Shirt: Secondhand (Vero Moda)
Strickjacke: Secondhand
Strumpfi: Hema
Schuhe: Deichmann
Schal: Von Mama gestrickt
Ohrringe: Dawanda

Sonntag, 13. Oktober 2013

7 Sachen

Heute war typischer Herbstsonntag. Nicht so gutes, diesiges Wetter; ein klassicher Tag zum Basteln, Serien gucken und Kakao trinken.
Mit Kind leider keine wirkliche Option.

So sah unser Sonntag stattdessen aus:

Eine Kerze gegen die morgendliche Grauheit anzünden (die duftet sogar!)


Kisten aus- und wieder einräumen


Spaß mit Haushaltsgegenständen als der Liebste mit dem Zwergenkind spielt (Na, wer errät das Märchen?)



Sich fragen, wie man so schlafen kann


Taschen packen zum Rausgehen


Beim Spazierengehen feststellen, dass wir nächstes Jahr mehr Dahlien brauchen.



Beute sortieren (bunte Blätter, Eichenzweig, Stockrosensamen, stacheliges Eichelhütchen)

 

Mehr von überall gibt es bei Grinsestern.

Bloglovin

Weil ich ein paar Mal gefragt wurde:
Ihr könnt mir jetzt auch per Bloglovin folgen. Der Button befindet sich unten mittig auf der Seite. Ich hoffe das klappt auch.

Freitag, 11. Oktober 2013

Der totgesagte Park


Komm in den totgesagten park und schau...

Stefan George

Komm in den totgesagten park und schau:
Der schimmer ferner lächelnder gestade -
Der reinen wolken unverhofftes blau
Erhellt die weiher und die bunten pfade.
Dort nimm das tiefe gelb - das weiche grau
Von birken und von buchs - der wind ist lau -
Die späten rosen welkten noch nicht ganz -
Erlese küsse sie und flicht den kranz -
Vergiss auch diese letzten astern nicht-
Den purpur um die ranken wilder reben -
Und auch was übrig blieb von grünem leben
Verwinde leicht im herbstlichen gesicht.







Ehemals ein Friedhof und heute Stadtpark. Die ältesten Gräber stammen aus dem späten 19.Jahrhundert.
Die mächtigen Kastanien vermutlich auch, so groß wie sie sind.
Eine Oase inmitten eines dichtbesiedelten Wohnviertels, in der die alten Grabsteine, verwunschene Ecken und riesige Bäume Geschichten von früher erzählen.

Dienstag, 8. Oktober 2013

Der blaue Knaller



Unser Küche hat eine unglückliche Farbe. Etwas, das ich mir nie selbst ausgesucht hätte:
Kirschrot mit einem ganz leichten Magentastich.
War wohl mal Anfang der 90er in. Vor allem in Hochglanz.

Wir haben da so ziemlich alles versucht:
Lackieren (hält nicht), mit Folie bekleben (doof, weil PVC garstig stinkt und ich das in unserem Haushalt aus diversen Gründen nicht möchte) und ignorieren (dafür ist es leider doch zu rot).

Nach langem hin und her haben wir dann beschlossen damit zu leben.

An den Oberschränken habe ich die Türen abgemacht und versetzt, so dass oben schon mal nix rotes mehr zu sehen ist. Das war schon mal eine Wohltat für die Augen.
Die Unterschränke und die Fronten des Küchenblocks sind aber immer noch rot.

 
Da sich das nicht ändern oder kaschieren lässt, dachten wir, kann man es ebenso gut hervor heben und betonen.
Also musste ein krasser Kontrast her.

Hallo Knallblau!


Blau lieben wir sowieso und nach ein bisschen Suchen haben wir das richtige, ganz leicht violettstichige Blau gefunden, das von der Sättigung her genau zum Kirschrot der Schränke passt, so dass sich beide Farben gegenseitig zum Leuchten bringen.


Und es gefällt uns soo gut!
Am Tag leuchtet die Farbe strahlend blau und bringt das Kirschrot positiv hervor.
Und abends mit vielen kleinen Leuchten wird es ganz gemütlich.

Yeah, wer hätte gedacht, dass ich das Kirschrot mal so mögen würde. :)

Und weil diese Küche unsere ganze Kreativität gefordert hat, ist das auch mein Beitrag zum Creadienstag.

Montag, 7. Oktober 2013

Mixit: Blaues Wunder


Vor ein paar Wochen fand ich in meinem liebsten Trödelladen zwei richtig alte Vintagekleider aus Amerika. Wer hat die wohl ins Ruhrgebiet importiert?

Eins hatte ein etwas dezenteres cremefarbenes Muster und das andere war in leuchtenden Blautönen. Beide waschechte Polytierchen, die mir die Haare zum Fliegen brachten.
Aber soo schön!

Gestern habe ich das Blaue zum ersten Mal zum Sonntagsspaziergang ausgeführt und heute geht's damit zu Birgits Mixit.

An der Brust ist essehr weit und locker geschnitten, aber mit einer engen Strickjacke drüber ging's gut.
Und weil es keine Unterröcke gibt, habe ich darunter noch einen passenden Rock kombiniert. So schwingt das ganze auch schön.


Kleid: Secondhand
Strickjacke: Geschenk von meiner Mutter
Strumpfi: Hema
Schuhe: Reno

Sonntag, 6. Oktober 2013

7 Sachen

Gemeinsam gefrühstückt, nachdem der Liebste mich hat ausschlafen lassen.


Einen Kragen gerichtet.


Die süßesten Segelohren der Welt für die Nachwelt festgehalten.


Spielsachen vor den Katzen in Sicherheit gebracht.


Dann ging's los raus in unseren totgesagten Park. Ich liebe dieses Gedicht und hier passt es so schön.


Auf dem Rückweg Kuchen vom Bäcker geholt. Oben ich, unten der Liebste. Klare Verhältnisse hier.


Genäht und dabei ein Ufo bei der Landung beobachtet.


So war unser Sonntag.
Mehr von überall gibt es bei Grinsestern.

Samstag, 5. Oktober 2013

Aus alten Büchern: Wohnideen


Meine Mutter hatte früher ein sehr schönes altes Wohnbuch. Irgendwann fiel leider die Bindung auseinander und das Buch landete im Müll. Bis ich dann seinen Zwilling im Trödelladen fand.

Und da sind so tolle Ideen drin!
Oben seht z.B. eine meiner Lieblingsideen.
Ein Wohnzimmer mit Essecke. Komplett mit Strohteppichen ausgelegt und in hellen Naturtönen. Heute würde man wahrscheinlich sagen "skandinavisch modern".
Allein das Service auf dem Tisch ist schon traumhaft.

Ich hab noch ein paar weitere Seiten fotografiert, wenn ihr mögt zeige ich noch mehr alte Wohnideen.

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Blumengrab


Beim Wochenendspaziergang entdeckt.
Erst dachte ich die Gärtnerei wäre verlasse, aber sie ist wohl noch in Betrieb.
Aber um den Berg an Pflanzen, der nun zu Kompost wird, tat's mir leid. Was hätte man damit alles Schönes bepflanzen können.
Aber die Saison ist wohl vorbei...




Hier aber noch nicht. Fast trotzig blüht meine Supermarktrose, die ich vor 5 Jahren dem Liebsten geschenkt habe, gegen den Herbst an.
Als könnte sie's aufhalten...

Dienstag, 1. Oktober 2013

Drei Eulen


Für die Taufe vom Zwergenkind habe ich mir was Neues für unsere dunkle Wand einfallen lassen. Der Sommerschriftzug hatte so langsam ausgedient und ich wollte was Herbstliches, das auch nach der Taufe hängen bleiben kann.
Geplant war erst nur der Zweig, aber dann kamen die Eulen nach und nach hinzu.


Schlafeule


Babyeule


Evil Eule

Gemacht das an zwei Abenden.
Ich hab die Astform erst aus zusammengeklebtem Zeitungspapier vorgezeichnet und ausprobiert wie sie an der Wand aussah, dann habe ich das ganze auf zusammengeklebte DIN A3 Blätter übertragen.


Als nächstes habe ich den Ast in laminiert. Glücklicherweise hat mein Liebster aus der Schule den DIN A3 Laminierer ausgeliehen, so dass es einfacher ging.
Ich habe den Ast in Stücke zerteilt, laminert und an der Wand mit Tesa zusammengeklebt.
Die Eulen sind jeweils aus einem Stück und wirken vor allem durch den Kontrast mit dem dunklen Hintergrund.
Ein supereinfaches, aber wirkungsvolles Projekt.
 

Nina sammelt heute eure Upcycling-Beiträge, mein Beitrag passt zwar nicht, aber guckt trotzdem mal rein. Erde und Geldbeutel freuen sich, wenn ihr mitmacht.
Und beim Creadienstag gibt es Menge weiterer guter Ideen zu bestaunen.