Dienstag, 22. Oktober 2013

Pilztag

Pilzesuchen hat in meiner Familie Tradition. Meine Mutter schleppte früher körbeweise Pilze (und Blau- und Preiselbeeren) aus dem bayrischen Wald, wo wir immer Urlaub machten als ich klein war.
Über die Jahre hat sie sich da eine Menge Fachwissen angeeignet und so sammelt sie nicht nur die klassischen Pilze wie Maronen und Co, sondern auch ungewöhnlichere Sorten wie Ritterlinge oder Judasohr . Einmal, so erzählt meine Mutter, hat sich im Urlaub im Bayrischen Wald eine Bäuerin bekreuzigt als sie den Korb mit der Pilzbeute meiner Mutter sah, so sehr muss sie die bunte Auswahl beänstigt haben. Aber wir haben es immer überlebt und gern gegessen. An ein Essen mit selbstgesuchten Wildpilzen kommt nämlich keine Champignonpfanne ran.

Aber hier im Ruhrgebeit wächst sowas eher selten. (Wobei ich schon an der Trasse vor unserer Haustür Schopftintlinge gefunden habe - Leider auch eine beliebter Hundepinkelort...)
Weil das Wetter in den letzten Wochen so schön war und ich gerne mehr über Pilze lernen möchte, sind wir einen Morgen ganz früh an den Rand des Ruhrgebiets gefahren in ein schönes Stück Mischwald, in dem wir schon zu Kinderzeiten Pilze und Esskastanien gesammelt haben.

Ab mit Oma und Opa ins Gebüsch.

 Mit dem Zwerg auf dem Rücken ging's ins Unterholz durch dichte Brombeerhecken.




Aber der Einsatz hat sich gelohnt!




Der Vormittag ist so dahin geplätschert und nach ein paar Stunden hatten wir zwei Körbe voller Maronen, Frauentäublinge und Parasolpilzen.


Schön war's! Fürs nächtes Jahr planen wir eine Exkursion mti einem Pilzguru vom Nabu im Sauerland.
Wär doch schade, wenn das Wissen um die Pilze bei uns ausstirbt.
Übrigens, wusstet ihr das Pilze weder Pflanze noch Tier sind, sondern eigentlich eine ganz eigene Art von Lebewesen bilden?

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