Donnerstag, 14. November 2013

Wohnen mit Kindern - So bleibt's nett und ordentlich

Wenn es um Wohnen mit Kinder geht, sind sich alle einige, dass es erst mal vorbei ist mit dem schönen Zuhause.
Die Positionen bewegen sich zwischen praktischer Nüchternheit (abwaschbare Tischddecken und so viel Plastik wie möglich) und absolutem Chaos (Spielzeugberge überall, Geschirrstapel und überquellenden Mülleimer).
Wahrscheinlich stammen diese Vorstellungen von Leuten, die keine Kinder haben, jedenfalls läuft hier alles weitgehend normal weiter.

Wir haben ein paar einfache Tricks, die dafür sorgen, dass es trotz großer Wohnung, ein paar wahnsinnigen Katzen und einem Krabbelkind hier eigentlich immer nett aussieht und auch spontan jederzeit jemand vorbei kommen kann:

1. So viel Babykram wie nötig und so wenig wie möglich.


Kinder brauchen bedeutend weniger als man so denkt. Diverse Spezialsachen (Babybay, Wickeltasche usw.) sind unötig und lassen sich leicht durch anderes ersetzen. Spielzeug brauchen die Kleinen am Anfang gar nicht (Mama und Papa reichen völlig!) und auch später ist Alltagskram und Gefundenes viel spannender als übliches Spielzeug. Weniger Kram heißt auch weniger zu Verstauen und sauber zu halten. Wer weniger anschafft, kann auch bewusster auswählen.


2.Kram zusammenfassen


Viele Sachen lassen sich in grobe Kategorien zusammenfassen und zusammen an einem Ort lagern. So gibt es kein großes Gesuche und wenn alles hübsch zusammen in einer Kiste liegt, sieht's gleich auch ordentlicher aus. Wir haben z.B. eine Wickelbox, in der alle Wickelsachen lagern, so ist alles beisammen und das Bad ist nicht voller losem Kleinkram.
Das gleiche Prinzip funktioniert auch bei Spielsachen, Beikostkram (Babylöffel, Lätzchen, Gläschen usw.) etc.


3. Attraktive oder neutrale Babymöbel


Babymöbel kosten eine Menge Geld und sind oftmals ziemlich hässlich. Wenn klar ist, was wirklich gebraucht wird, lohnt es sich in den Kleinanzeigen nach Exemplaren zu suchen, die man attraktiv findet und auch in der Wohnung stehen haben möchte. So ein Fall war unser Stubenwagen. Wenn es aber nix passendes gibt, sind neutrale Versionen sinnvoll. Gut ist, wenn sie sich unaufällig in den Raum einfügen (Holz, Farbe, Form). So wie unser Laufstall, bei Form und Holzfarbe gut passten, der aber sonst ein absolutes Dutzendwaren-Stück ist.



4. Individualisieren und Anpassen 


Da niemand gerne in einem Bild aus dem Möbelkatalog wohnen möchte, macht es Sinn Sachen zu individualisieren. So wird's persönlicher und man kann alles passend zu eigenen Einrichtung gestalten.
Unsere Laufstallauflage passt z.B. den Standart-Laufstall mit Entchenauflage an unser Wohnzimmer an. Auch bei der Farbgestaltung unserer Krabbeldecke habe ich mich an den Farben in unserem Wohnzimmer orientiert, denn dort liegt sie meistens. So kann mit einfachen Mitteln dafür sorgen, dass sich der Babykram optisch gut ins eigene Zuhause einfügt.


5. Kram attraktiv anrichten und da lagern, da wo er gebraucht wird


Früher hätten auf diesem Tablett Blumen, Kerzen oder sonstiger Schnickschnack gestanden. Mit einem Krabbelkind ist das vorbei. Trotzdem aber muss der Tisch nicht leer und kahl bleiben. Auch Spielsachen kann man nett arrangieren und hat praktischerweise alles direkt vor Ort. Denn gespielt wird bei uns meistens im Wohnzimmer. Also stehen dort statt Dekoobjekten gut zugänglich Spielsachen im Regal.




6.Aufräumroutinen


Auch, wenn sich mit Baby viele Gewohnheiten ändern, lonht es sich ein paar Routinen zu behalten (oder den Anlass zu nutzen und neue zu entwickeln). Denn ganz ehrlich gesagt geht es doch bei dem ganzen Ordnungsgedöns darum, den eigenen Laden in Schuss zu halten um halbwegs bei klarem Verstand zu bleiben.
Dazu gehören bei uns eben so Klassiker wie Bettenmachen und Putzroutinen, aber auch abendliches Spielzeug wegpacken und Küche aufräumen.

Wie sieht's bei euch aus? Seid ihr zufrieden mit der Balance Kinder - schönes Zuhause? Wie handhabt ihr das mit älteren Kindern?

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